Stahldistribution in Deutschland: Jetzt mit Förderung Energie und Kosten sparen

Das von Peter Altmaier am 15. Juli vorgestellte „Handlungskonzept Stahl“ fordert eine klimaneutral arbeitende Stahl-Branche in Deutschland und Europa bis zum Jahr 2050. Für das Erreichen dieser Vision wird mit Kosten von etwa 30 Milliarden Euro gerechnet. Eine Summe, die deutsche Unternehmen nicht alleine tragen können und auch nicht selbst aufbringen müssen. 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt in Zusammenarbeit mit der KfW entsprechende Fördermittel zur Verfügung. Interessant für die Stahldistribution ist das „Modul 3: MSR, Sensorik und Energiemanagement-Software“. Gefördert wird Soft- und Hardware im Zusammenhang mit der Einrichtung oder Anwendung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) will den Unternehmen mit dem Bundesförderprogramm „Energieeffizienz in der Wirtschaft – Zuschuss (EEW)“ zur Seite stehen und verspricht, nach Antragsstellung schnell positive Signale zu geben. Die maximale Förderung beträgt 10 Millionen Euro pro Investitionsvorhaben bei einer Förderquote von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten (siehe Modul 3: MSR unter www.bafa.de).

Wie kann ein gefördertes Projekt im Bereich Lager/Logistik / Operations konkret aussehen? Im April hat sich die Schöpker & Dorgeist Stahl- und Röhrengroßhandels GmbH in Ahaus entschieden, gemeinsam mit KALTENBACH.SOLUTIONS die neuen Herausforderungen anzugehen und dafür Fördermittel zu beantragen. Der Antrag wurde zügig genehmigt und die Investition des Unternehmens in ein neues Messkonzept im Rahmen des Energieeffizienz-Programmes unterstützt. Das eingeführte System besteht aus den sogenannten boosterBOXEN und der dazugehörigen Software myDASHBOARD. Mittels Sensorik erfassen die boosterBOXEN Energieströme an relevanten Maschinen und senden diese Daten drahtlos an eine Cloud. Anschließend stellt myDASHBOARD die gemessenen Daten in einfachen Bildern dar. Auf einen Blick wird sichtbar, wann eine Maschine unbesetzt, produktiv, aktiv oder inaktiv ist. Diese Informationen machen es möglich, den Einsatz von Maschinen so zu optimieren, dass Ressourcen gespart oder effizienter genutzt werden können.